Was ihr für die Harley-Days unbedingt wissen müsst

Mehrere Biker im Hintergrund, im Vordergrund ein Pärchen mit bärtigem Rocker-Biker am Lenker und einer winkenden Frau auf dem "Rücksitz"

Der Asphalt wird brennen!

 

Sommer, Sonne und rauchender Asphalt. So ungefähr muss es in der Vorstellung eines Bikers aussehen, wenn man ihn oder sie nach dem perfekten Sommerausflug fragt. Für alle Liebhaber des motorisierten Zweirads kann dieser Traum ab morgen in Erfüllung gehen. Denn die Harley Days kommen zurück nach Hamburg und die Wettervorhersage lautet: Heiß, sonnig und sehr, sehr warm!

 

Vielleicht sollte man die Lederkutte an diesem Wochenende also besser im Schrank bzw. in der Garage hängen lassen. Schließlich ist ja niemand dazu verpflichtet sie beim fahren einer Harley zu tragen.

 

Es gibt aber Fakten über die Harley Days, die nicht so offensichtlich sind. Worauf ihr achten solltet oder worauf Ihr Euch freuen könnt, seht ihr unten auf unserer Liste der 9 kuriosesten Fakten zu den Harley Days 2016 in Hamburg.

   

Platz 9: Die Entstehung der Harley Days

 

Vor 13 Jahren feierte Harley-Davidson sein hundertjähriges Firmenjubiläum mit zwei internationalen Geburtstagspartys. Eine davon fand in Barcelona im katalanischen Teil Spaniens statt. Die andere wurde in Hamburg organisiert. Als Hauptakt der „Open Road Tour“, die die Harley zu ihrem Geburtstag auch Kanada, Mexiko, Australien und Japan führte, feierten damals 120.000 Menschen auf den Straßen der Hansestadt.

 

Die Party in Barcelona war damals sicherlich auch nicht schlecht. Aber die Firmenchefs erkannten sofort, dass sie hier in Hamburg viele Biker erreichen konnten. Aus der Mega-Geburtsparty 2003 wurden dann die ersten Harley-Days im Jahr 2004. Schließlich feiert man seinen Geburtstag jedes Jahr!

Video von damals?  

Das alljährliche Zusammentreffen der Harley-Gemeinschaft ist mittlerweile fester Bestandteil des Hamburger Veranstaltungskalenders und hat sogar schon Massen-Gottesdienste in Hamburgs Wahrzeichen – der St. Michaelis Kirche am Hafen – verursacht. Vom Vorplatz einer Kirche kam wohl noch nie zuvor so ein Lärm. Die Anwohner bestaunten aber lieber die beeindruckenden Bikes anstatt sich zu beschweren.

   

Platz 8: Burnout-Verbot in der Hansestadt

 

Worüber sie sich allerdings beschwert haben könnten, ist der biker-typische Vergleich der eigenen Motorkraft in Form von Asphaltbemalung. Oder kurz gesagt: Burnouts. Fast jedes Biker-Event beinhaltet einen Massen-Burnout oder sogar einen Weltrekordversuch.

   

In Hamburg ist das Rauchen mit dem Motorrad daher bei den Harley-Daus verboten, weil es Anwohner stören könnte. Besonders in den Abendstunden, da die Veranstaltung am Freitag und Samstag jeweils bis Mitternacht geöffnet ist. Auch am Sonntag soll die Ruhe nur minimal bis 18 Uhr gestört werden. Der Asphalt wird also brennen, rauchen soll er aber nicht. Wer trotzdem dabei erwischt wird, könnte eine kleinere Geldstrafe aufgebrummt bekommen.

   

Platz 7: Die Geldbörse sitzt locker

 

Das so eine Geldstrafe auf die Nerven geht, können nicht nur Biker bestätigen. Dennoch wäre es für sie erheblich unpassender, denn Teilnehmer der Harley-Daus benötigen ihr Geld für andere Dinge. In erster Linie für Sachen rund um ihr Bike, die auf den Harley-Days überall angeboten werden.

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Im Durchschnitt lässt ein Harley-Fahrer rund 300 Euro in Hamburg. Das beinhaltet natürlich noch andere Kosten, aber es geht auch viel für das sogenannte „customizing“ des eigenen Gefährts drauf. Das bedeutet nicht nur die Bikes technisch einwandfrei zu halten, sondern auch sie zu personalisieren und auf zu hübschen. Vielleicht auch um bei der Abschlussparade durch die Hamburger Hafenanlage besonders hervorzustechen.

   

Platz 6: Man muss kein Millionär sein

 

Jetzt könnte man natürlich denken, dass man viel Geld haben muss, um ein Stück Motorrad-Geschichte zu besitzen. Weit gefehlt. Denn eine neue Harley gibt es schon für knapp über 8.000 Euro. Egal welchen Neuwagen man sich zulegt. Die Kosten liegen fast immer höher. Ein Millionär würde zwar vielleicht keine der beiden Optionen wählen, um den Staus auf den Straßen zu entgehen, aber auch für Motorrad-Fahrer stellt das kein Problem dar. Man kann sich als Harley-Besitzer also wie ein Millionär fühlen, aber man muss keiner sein.

   

Platz 5: Gefährte aus einer anderen Welt

 

Auch für das bereits genannte „customizing“ muss man nicht unbedingt reich sein. Wer nun aber ein bisschen was in der Tasche hat, könnte sich auch die wohl skurrilsten und wertvollsten Bikes der Harley-Days leisten.

 

Steamroadster“ aus den Händen der Tuning-Firma „Abacus Theater“ sind besonders gestylte Bikes, die aussehen als kämen sie aus einer anderen Zeit. Sie erinnern an das Industriezeitalter und haben auf den ersten Blick nichts mit dem heutigen Harley-Kult zu tun. Dennoch sind sie besondere Gefährte, die man so nicht oft zu sehen bekommt. Vor allem weil sie in Holland hergestellt werden. Wer auf den Harley-Days etwas besonderes sehen will, darf sie nicht verpassen.

   

Platz 4: Nicht nur hinschauen, selber machen!

 

Man muss sich aber nicht nur auf das Anstarren von coolen Designs oder beeindruckenden Motoren versteifen. Wer sich noch enger mit der Kultur der Harleys verbinden möchte, kann beim „Rolling Barber“ sogar einen original 50er-Jahre Haarschnitt bekommen. Cooles Design inklusive.

 

Und wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann sich gleich ein ganzes Tattoo seines Lieblings-Bikes oder Motors stechen lassen. Beides kostet auf den Harley-Days nur 5 Euro. Und das Beste: Das Geld wird am Ende noch für einen guten Zweck gespendet.

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Außerdem stehen den Besucher Testfahrten mit allen vorhandenen Harley-Modellen offen. Alles was man dazu braucht, ist sein Motorrad-Führerschein. Weiteres Equipment wie Helme, Jacken oder Handschuhe können vor Ort geliehen werden.

   

Platz 3: Kein Weg ist für eine Harley zu weit!

 

Die Teilnehmer mit der weitesten Anreise hätten sich natürlich auch überlegen können, einfach ein Motorrad in Hamburg zu leihen und damit durch die Hansestadt zu cruisen. Stattdessen kommt eine Gruppe den weiten Weg aus China mit ihren eigenen Bikes und lässt deren Motoren dann im Hafengebiet aufheulen. Das muss wahre Motorrad-Liebe sein!

   

Platz 2: Nicht nur Männer können Motorräder lieben!

 

Die wahre Motorrad-Liebe wird aber nicht mehr nur von Männern ausgeübt. Denn Frauen spüren auch gerne das Gefühl von Freiheit, wenn der Wind durch ihre Haare weht. In Deutschland belegen die neuesten Zulassungszahlen, dass 10 Prozent aller Neuzulassungen für Harleys von Frauen beantragt werden.

 

Die männliche Biker-Zunft muss also aufpassen nicht überholt zu werden. Vor allem auf den Harley-Days war der Frauen-Anteil schon immer hoch. Zugegeben: Oftmals saßen die Biker-Damen auf dem „Rücksitz“, aber mittlerweile greifen sie immer mehr nach dem Lenker und übernehmen die Kontrolle.

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Platz 1: Helden

 

Die ältesten Maschinen auf den Harley-Days sind wie Harley-fahrende Frauen Helden. Denn sie waren bereits hier als sich Deutschland noch hauptsächlich für Panzer und Volkswagen interessierte. Die sogenannten „Flathead Modelle“ ähneln nämlich jenen Bikes, die die US-Streitkräfte im zweiten Weltkrieg nutzten.

 

Damit sind diese Bikes mehr als nur ein Freizeit-Vertreib oder eine Augenweide. Sie sind Helden mit einer langen Geschichte und werden vielleicht auch deswegen so von ihren Besitzer verehrt. Hamburg huldigt an diesem Wochenende nicht nur einem Kult, sondern auch einem Teil seiner Geschichte.